Sto-Stiftung fördert die besten Nachwuchsstuckateure Deutschlands

Mit viel Beifall sind am 7. Mai im Rahmen einer Feierstunde zehn Stuckateur-Auszubildende im dritten Lehrjahr im Kuppelsaal des Leonberger Ausbildungszentrums der Stuckateure ausgezeichnet und mit einem Preis bedacht worden. Vertreter der Sto-Stiftung aus Essen überreichten den Nachwuchskräften Werkzeugkoffer mit Gerätschaften für Stuckateure im Wert von über 700 Euro. „Ihr dürft stolz darauf sein, dass ihr zu den dreizehn besten Stuckateur-Lehrlingen in Deutschland gehört“, sagte Uwe Koos, der Vorsitzende der Sto-Stiftung. Bereits seit 2006 fördert die gemeinnützige Sto-Stiftung kontinuierlich die besten Auszubildenden im Malerhandwerk. Stiftungsrat Konrad Richter initiierte im vergangenen Jahr eine weitere Förderaktion und erweiterte das Engagement der Stiftung auch auf den Nachwuchs im Stuckateur-Handwerk.

Auch 2018 konnten förderwürdige Auszubildende im dritten Lehrjahr für den Bestenwettbewerb nominiert werden. In dessen Rahmen werden herausragende schulische Leistungen belohnt: mit einem begehrten grünen Koffer voll hochwertigem Werkzeug. So können sich die jungen Leute optimal auf die Gesellenprüfung vorbereiten und in den Beruf starten. Voraussetzung für die Nominierung ist sozialer oder wirtschaftlicher Förderbedarf.

Mergim Muji steht beispielhaft für einen solchen Förderbedarf. Mergim kam im Rahmen des Familiennachzuges aus dem Kosovo vor rund fünf Jahren nach Deutschland. Er hatte bis dahin keine deutschen Sprachkenntnisse und erst im Rahmen eines Integrationskurses die Sprache erlernt.

Werner Helber, Inhaber des gleichnamigen Stuckateurbetriebes aus Haiterbach gab dem jungen Mann eine Chance mit einer einjährigen Einstiegsqualifizierung, welche für beide Seiten sehr gut funktionierte und so stand einer erfolgreichen Ausbildung zum Stuckateur nichts mehr im Wege.

„Wir haben in den letzten Jahren hervorragende Erfahrungen mit der Unterstützung der Auszubildenden im Malerhandwerk durch unsere Werkzeugkoffer gemacht. Ich freue mich daher sehr, dass auch der Stuckateurverband im vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag zur Unterstützung motivierter Auszubildender gestellt hat“, kommentierte Stiftungsrat Richter in Leonberg bei der feierlichen Übergabe der Werkzeugkoffer die Aktion. Dieser Preis, der vor allen Azubis der Lehrwerkstätten öffentlich überreicht wird, solle Jugendliche motivieren, gute Leistungen zu erbringen. Zudem empfahl er den Jugendlichen, mit dieser Auszeichnung zu wuchern. „Weisen Sie in Ihrem Lebenslauf oder bei Bewerbungen ruhig darauf hin, dass Sie mal zur Bestenauslese gehört haben“, riet er.

Zu den in Leonberg ausgezeichneten Nachwuchsstuckateuren gehört mit Rebecca Bischoff auch eine Frau. Die 29-Jährige kommt aus Augsburg und hatte zunächst Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Architekturgeschichte studiert. „Da ich aber gerne praktisch als Restauratorin arbeiten und zum Erhalt wertvoller historischer Bausubstanz beitragen möchte, habe ich mich entschieden, noch eine Ausbildung zur Ausbau Managerin zu machen“, erzählt sie.

Beteiligt an der Aktion hatten sich in Baden-Württemberg die Bildungseinrichtungen in Schopfheim und Leonberg. In der ÜBA in Leonberg wurden jetzt im Beisein von Berufsschullehrern, Ausbildern, Arbeitgebern und Verbandsvertretern leuchtend grüne Werkzeugkisten an zehn hocherfreute Azubis überreicht.

Die Empfänger sind:

  • Georgios Neumeier (Mingram Stuckateurbetrieb GmbH,Gerlingen)
  • Rebecca Bischoff (Stuckgeschäft Günter Höck, Augsburg)
  • Mergim Muji (Werner Helber, Haiterbach)
  • Simon Baur (Briel Konzepte für Wohnen Ausbau Fassade, Ellwangen)
  • Jonas Otto (Adrion Knöpfle Putz Stuck Trockenbau GmbH, Löffingen)
  • Patrick Klausmann (Leib Stuckateur GmbH & Co. KG, Fluorn-Winzeln)
  • Matthias Laurin (Hahn GmbH Stuckateur und Tiefbau, Stetten a. k. M.)
  • Marcel Blank (Stuckateurbetrieb Bernhard Adolf, Wernau)
  • Antoni Tomic (Christian Gröber GmbH & Co. KG, Stuttgart)
  • Ioannis Ioannidis (Stukkateur Kenner GmbH, Esslingen)

Auch Frank Weidner (BSZ Leonberg), Thomas Arnold (SAF) und Frank Schweizer (ÜBA) zeigten sich erfreut über die großzügige Zuwendung der Sto-Stiftung, die gleichzeitig Ansporn für alle Azubis sein soll. Dadurch erhoffe man sich einen weiteren Impuls für die Attraktivität einer guten dualen Ausbildung.

2018-08-06T15:05:08+00:00